Ein echtes Beispiel, diese Woche
Alexander Schell hat die Website seiner Agentur komplett mit KI bauen lassen — Design-System, Figma-Bibliothek, Komponenten in Drupal — und öffentlich aufgeschrieben, wie es lief. Er ist der beste Zeuge dafür, weil er dafür ist.
Was er berichtet
Faktor 8 schneller als vergleichbare Projekte, Faktor 4 günstiger, weil eine Person die Rollen von Frontend, Backend, UX und Test übernommen hat. Das ist keine kleine Zahl, und ich glaube sie ihm.
Wo er gebraucht wurde
Nach eigener Aussage nicht beim Bauen, sondern beim Freigeben und Korrigieren. Seine Beispielsätze: „Nein, die Farbe kommt aus dem Token." „Nein, das ist die dritte Karte, die anderen fliegen raus." „Vergleich das mit dem Figma-Layout, die Abstände stimmen nicht."
Was im ausgelieferten Markup steht
Auf der Startseite stehen 792 Einzelwerte direkt in den Klassen, 129 verschiedene: zwölf Schriftgrößen von 10 bis 52 Pixel und zwölf Farbwerte, von Hand hingeschrieben statt aus dem Token gezogen. Die Überschriften wirken gesund — bis man die Reihenfolge liest: ein h2 steht vor dem h1, danach springt es auf h4. Und das Gold auf dem Dunkelblau erreicht 3,34:1, wird aber an 47 Stellen in 10 bis 13 Pixel gesetzt, wo 4,5:1 gefordert sind. Gezählt am 8. September 2026; er sagt selbst, die Seite sei live und noch nicht fertig.
Warum das kein Vorwurf ist
Es ist die Bestätigung. Genau diese Arbeit — entscheiden, dass eine Farbe gilt und die anderen drei nicht — bleibt am Menschen hängen. Sie wird nicht weniger, wenn das Bauen schneller wird. Sie wird sichtbarer.
Das ist kein Fehler im Prompt. Das ist die Natur der Sache: KI produziert plausible Varianten. Ein Design-System braucht das Gegenteil — eine Entscheidung, die überall gilt.